Weihnachtsferien fallen aus

Im Dezember gibt es die meisten Podcast-Abrufe. Über die Feiertage haben viele mehr Muße zu hören. Doch genau dann machen viele Formate eine längere Pause. Wenn ihr neue Hörer gewinnen wollt, solltet ihr die Weihnachtsferien ausfallen lassen.

000 Checkin 👉️ Ist Threads das bessere Netzwerk für Podcasts? Als ich diese Woche über meine Podcast-Pausen-Beobachtung twitterte, gab es weder auf X, noch auf Bluesky oder Mastodon im Ansatz so viele Reaktionen. 2400 Views auf Threads, und viele Kommentare von handhebenden Podcastern, die über die Feiertage weiter machen. Wenn ihr also über die Feiertage neuen Hörstoff sucht, schaut doch mal bei meinem Threads-Posting vorbei. In dieser Ausgabe, tauchen wir tiefer in das Thema ein — euer Daniel 🙌 

Das Pausen-Paradox der Podcast-Welt

010 👉️ Gerade wieder gehört: Podcast verabschiedet sich in die Weihnachtsferien — ein Wiederhören 2025. Gleiches gilt für die Sommerferien: Ausgerechnet wenn die Leute mehr Podcasts hören, verabschieden sich die Formate in die Pause. Hier verschenken viele Podcasts etwas 📈 — hier könnten sie viele neue Hörer gewinnen. Denn die haben gerade mal etwas mehr Luft und sind offener für neues. 

Das Podcast-Hören nimmt in der Regel während der Feiertage rund um Weihnachten und Neujah zu. Daten zeigen, dass der Dezember einer der aktivsten Monate für Podcast-Downloads ist — obwohl weniger neue Episoden veröffentlicht werden, da viele Podcaster pausieren. Die festliche Jahreszeit bedeutet bei vielen mehr Reisen und Familientreffen, was den Hörern Gelegenheiten öffnet, sich mit Podcasts zu beschäftigen.

Für viele dienen Podcasts als eine Form des Eskapismus während der potenziell stressigen Feiertage. Sie bieten eine Möglichkeit, sich von Familieninteraktionen oder chaotischen Vorbereitungen zu erholen. Das Audioformat ermöglicht es den Hörern, Inhalte zu konsumieren, ohne auf einen Bildschirm schauen zu müssen, was besonders in einer Zeit, die oft von digital Detox geprägt ist, attraktiv ist.

020 👉️ Im Sommer ist das auch so: Viele Hörer geben an, dass sie in den Sommermonaten mehr Podcasts hören. Etwa 86% haben das gleiche oder gar intensiveres Hörverhalten — oft aufgrund von Outdoor-Aktivitäten, Roadtrips und einem entspannteren Lebensstil, der längere Hörsessions ermöglicht.

Trotz des allgemeinen Anstiegs zeigen einige Berichte einen Rückgang der Downloads von Ende Juli bis Mitte August. Dennoch nutzen viele Hörer in dieser Zeit neue Möglichkeiten, Podcasts zu genießen. Da sie ihre gewöhnliche Routine unterbrechen, geben sie neuen Formate Raum. Hier habt ihr die Chance als neuer Podcast aufzufallen und vielleicht sogar im schon bald wieder zurückkehrenden Alltag einen eigenen festen Platz finden.

Frage der Woche 🗯️ — Du hast Urlaub und dein Lieblingspodcast macht auch Ferien …

Die Auflösung gibt es in der nächsten Newsletter-Ausgabe und ich poste auch auf Bluesky & Threads.

030 👉️ Ideen für bessere Podcast-Pausen

Podcasts, die wie gewohnt Pause machen, lassen sich im Sommer & Winter große Chancen auf neue und rückkehrene Hörer entgehen, sie haben zwei direkte Nachteile:

  1. Verlust von Zuhörern: Eine längere Unterbrechung kann dazu führen, dass die Bindung zu den Hörern geschwächt wird. Wenn Zuhörer an einen bestimmten Veröffentlichungsrhythmus gewöhnt sind, könnte eine plötzliche Pause als störend empfunden werden

  2. Rückgang der Sichtbarkeit: Während einer Pause ist es normal, einen Rückgang im Ranking oder in der Reichweite des Podcasts zu erleben. Dies sollte jedoch nicht abschreckend wirken, da viele Hörer verstehen, dass es sich um eine geplante Auszeit handelt

Keine Pausen sind natürlich nicht die Antwort. Hier sind drei Alternativvorschläge:

  1. Urlaub vertagen: Gönnt euch eure wohlverdiente Pause zu unverdächtigen Zeiten im Jahr. Wie wäre es mit ein oder zwei Wochen im Quartal — zum Beispiel Mitte Februar, Mitte Mai, Mitte August & Mitte November? Andere Podcasts pausieren immer in der fünften Woche des Monats — das sind auch sieben Wochen Urlaub im Jahr.

  2. Kürzere Folgen: Möchte ihr trotzdem eine längere Pause über den Sommer und den Jahreswechsel einlegen, könntet ihr kürzere Folgen vorproduzieren. EInfach nach einer regulären Episode, noch eine kürzere für die Ferien aufnehmen.

  3. Lieblingsfolgen: Ihr könnt auch in das Archiv greifen und einige Highlight-Episoden noch einmal spielen. Gerade wenn die schon etwas älter sind, werden viele die vielleicht noch gar nicht gehört haben. Die Hosts könnten ihre Lieblingsfolgen auswählen und anmoderieren — oder die Hörerschaft stimmt vorher über die Auswahl ab, oder die mit den meisten Abrufzahlen kommen zum Zug.

040 👉️ Das steckt hinter deinen Podcast-Abrufzahlen (2): Wie sehr die Fans deinen Podcast lieben

Letzte Woche wollte ich zum Start dieser Newsletter-Workshop-Serie wissen, wie ihr zu euren Abrufzahlen steht. Dass jeder zweite Stimme zufrieden ist, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht wird euch der heutige Teil sogar noch zufriedener machen:

Heute schauen wir uns an, wie groß der Anteil eurer größten Fans ist — die Stammhörer, die den Podcast lieben, jede Folge direkt hören, und bei jeder Gelgenheit weiterempfehlen. Schaut euch dazu die Abrufe einer neuen Episode nach einem Tag vs. nach einer Woche an. 20 Prozent sollten in den ersten 24 Stunden abgerufen sein. Wer hier 40%+ schafft, kann sehr zufrieden sein. Wie verändert sich das Verhältnis, wenn ihr das mit Episoden vor einem Monat, Quartal oder Jahr vergleicht?

So helft ihr Hörern Fans zu werden:

  1. Veröffentlicht euren Podcast nicht nur an einem bestimmten Tag, sondern auch zur gleichen Uhrzeit. Hörer merken sich das, und planen die neue Episode in ihre feste Alltags-Routine ein. Dazu solltet ihr im Podcast - am Besten bei jeder Verabschiedung oder im Outro, die VÖ-Zeit nennen.

  2. Ermöglicht in den ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung mindestens drei Kontakte. Neben der Push-Meldung der Podcast-App (Notifications) könnt ihr das mit Social-Media-Postings (Social-Apps) und einem Newsletter (Inbox) erreichen. Einmal lernen die Hörer dann auch eure VÖ-Zeit und wenn sie das nächste Mal zur Podcast-App greifen, erinnern sie sich eher an eure Episode — und so stecht ihr aus allen verfügbaren Episoden hervor.

(Nächste Ausgabe: Die Zahlen, die für die Monetarisierung relevan sind)

050 👉️ Deep Dive: Das braucht ihr für Podcasting auf Youtube 🆕 

l

Was hat diese künstliche Topfpflanze auf einer Einkaufsliste für Podcaster zu suchen? Das erfahrt ihr im Deep Dive So geht Podcasting auf Youtube. Die Video-Plattform ist dabei, Spotify den ersten Platz als Podcast-Plattform abzuknüpfen (siehe mein Blog). Wenn ihr noch keine Youtube-Strategie für euren Podcast habt, hilft euch das Webinar-on-Demand weiter.

 ▶️ Deep Dive: So geht Podcasting auf Youtube 📺️ 

 ▶️ Themen:

  • Veränderte Mediennuutzung: Warum Youtuber-User jetzt Podcasts entdecken

  • Best-Cases: Was Podcasts auf Youtube ausmacht

  • Workflow: Mit welchen Tools & Services ihr eine Video-Podcast-Fassug für euren Video-Podcast realisiert

▶️ Format: 55 Minuten Deep Dive als Video zum Streamen oder als Audio-Podcast zum Hören
▶️ Bonus: Präsentation als PDF & Links zu vorgestellten Tools + vertiefenden Inhalten

▶️ Direkt abrufen: Für 29 Euro in Daniel Fienes Kiosk 🚀 

… 059 … 060 👉️ das war deine wöchentliche Podcast-Update-Minute 🙌 

Diesen Newsletter weitergeleitet bekommen?

Kennst Du jemanden, für den dieses Thema interessant sein könnte? Dann leite diese E-Mail gerne weiter oder teile den Link.

Auf meinem Themenzettel: Podcast-Strategie für 2025, die perfekte Podcast-Länge,

Daniel Fienes Blog – wo alles zusammenkommt

Daniel Fienes Kiosk – Gönn Dir die offizielle Tasse für meinen Blog oder die Tasse für meinen Newsletter und unterstütze mit Deinem Kauf diesen kostenlosen Newsletter 🙏

Mehr E-Mails von Daniel?